Inakzeptabel! Di Pasquale mit Rundumschlag

Von SPOX
Dienstag, 16.08.2016 | 12:39 Uhr

Das Ziel waren mehrere Medaillen, unter dem Strich steht keine einzige: Nach den schwachen Leistungen des beim Olympischen Tennisturnier in Rio hat Frankreichs Teamchef Arnaud Di Pasquale zum Rundumschlag ausgeholt.

"Wir müssen alles und jeden hinterfragen, das Personal und die Spieler. Jeder muss seine Verantwortung tragen", sagte Di Pasquale zur L'Equipe.

Noch vor vier Jahren in London freute sich Frankreich über zwei Olympia-Medaillen, in Rio war viermal Edelmetall das ausgegebene Ziel: "Unser Abschneiden ist inakzeptabel. Es war logisch, dass wir große Ambitionen vor dem Turnier hatten", sagte Di Pasquale.

So lief der 10. Tag in Rio

Insbesondere die Unruhen innerhalb des Teams prangerte der Teamchef an: "Wir mussten uns in den zehn Tagen mehr um die Dinge abseits des Platzes als um den Sport kümmern. Es ist eine Schande! Wegen der Probleme um Benoit Paire und Kristina Mladenovic war die Atmosphäre angespannt. Ich hätte nicht gedacht, dass das so eine große Auswirkung auf die Leistung haben wird. Aber leider war das der Fall."

Mladenovic: Verband "inkompetent"

Paire war wegen "Missachtung von Regeln" aus dem französischen Olympiateam geworfen worden. Der 27-Jährige soll sich schlecht benommen und keinen Teamgeist gezeigt haben. Die konkreten Verfehlungen wurden in der Öffentlichkeit nicht bekannt. Nach dem Ausschluss entwickelte sich eine öffentliche Schlammschlacht, in der Paire den Verband als "nutzlos" beschimpfte.

Nach einem Wirrwarr um das Teamdress der Grande Nation schoss auf Kristina Mladenovic gegen den französischen Verband und bezeichnete ihn als "inkompetent".

Die massive Kritik an der Tätigkeit des Verbandes wies Di Pasquale entschieden zurück: "Als Tennisprofi musst du in der Lage sein, dich an die Bedingungen anzupassen und auch mal deine Gewohnheiten für zehn Tage abzulegen."

Der Verband habe sich in den angemahnten Themen nichts zuschulden kommen lassen: "Ich will mich keineswegs von jeglichen Verfehlungen freisprechen, aber diese Unterstellungen gegen den Verband gehen zu weit. Wir tun alles dafür, um den Spielern bestmögliche Voraussetzungen zu schaffen und nicht umgekehrt."

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