England verpasst Rekord und 2. Grand Slam

Von SPOX
Samstag, 18.03.2017 | 15:44 Uhr

Der letzte Spieltag der Six Nations ist durch! England stand bereits vorher als Sieger fest, verpasste es gegen Irland aber, alleiniger Siegesserien-Rekordhalter zu werden. Auch der zweite Grand Slam in Folge konnte nicht eingefahren werden. Derweil geht Italien erneut unter. 29:0 für Schottland heißt es am Ende - und die Schotten sorgen gleich für mehrere eigene Bestwerte. Auch das Match zwischen Frankreich und Wales ist erinnerungswürdig.

5. Spieltag

Schottland - Italien 29:0

Versuche: Schottland 4 (Russell, Visser, Scott, Seymour), Italien 0

Erhöhungen: Schottland 3 (Russell), Italien 0

Straftritte: Schottland 1 (Hogg), Italien 0

Die Schotten haben ihrem scheidenden Coach Vern Cotter (Cotter übernimmt Montpellier) den erwartet fröhlichen Abschied bereitet: Schottland schlug Italien deutlich mit 29:0 und hat damit erstmals seit 2006 wieder drei Spiele bei einem Six-Nations-Turnier gewonnen. Hoggs Straftritt brachte die Hausherren in Führung, ehe Finn Russell und Matt Scott für eine beruhigende Führung sorgten.

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Italien, letztlich wieder einmal deutlich unterlegen, hätte zumindest verkürzen können. Doch die Gäste ließen zwei Scoring-Chancen ungenutzt, während Carlo Canna drei Straftritte vergab. Tim Visser und Tommy Seymour machten im Gegenzug den Deckel drauf.

Für die Gastgeber war es gleichzeitig ein neuer Rekord, 14 Versuche hatte Schottland bei den Six Nations noch nie geschafft - die bisherige eigene Bestmarke aus dem Vorjahr betrug elf. Italien auf der anderen Seite kassierte seine zwölfte Six-Nations-Pleite in Serie, die Azzurri haben damit bei 18 Turnieren zwölf Mal den Wooden Spoon erhalten.

Frankreich - Wales 20:18

Versuche: Frankreich 2 (Lamert, Chouly)), Wales 0

Erhöhungen: Frankreich 2 (Lopez), Wales 0

Straftritte: Frankreich 2 (Lopez), Wales 6 (Halfpenny)

Lüdeke-Kolumne: "...über den wird sich das Maul zerrissen"

Frankreich gegen Wales war ein Spiel, das in Erinnerung bleiben sollte. Zum Ende der regulären Spielzeiten lagen die Gastgeber mit fünf Punkten hinten, nachdem Leigh Halfpenny Wales mit sechs Straftritten in Front gebracht hatte. Drei davon traf er aus über 50 Metern Entfernung.

Referee Wayne Barnes entschied allerdings auf 20 Minuten Nachspielzeit und so nahm das Unheil für Wales seinen Lauf. In der 99. Minute gelang Damien Chouly - nach zahlreichen Strafen für Wales kurz vor der eigenen Linie - der Durchbruch und Camille Lopez sorgte in der 21. Minute der zusätzlichen Spielzeit für die Entscheidung zugunsten Frankreichs.

Dabei sorgte eine Entscheidung des Referees für Unverständnis bei den Walisern: Uini Atonio wurde von Rabah Slimani ersetzt, obwohl dieser zuvor bereits vom Feld genommen wurde. Frankreichs Teamarzt beharrte auf eine Verletzung und so wurde diese Maßnahme von Barnes stattgegeben. "Es war eine sehr interessante Entscheidung des Unparteiischen. Ich würde es nicht betrügen nennen, aber diese Entscheidung sollte man sich noch einmal genauer ansehen", meinte Wales-Kapitän Alun Wyn Jones nach der Partie.

Für Wales dürfte dieses Spiel stellvertretend für das gesamte Six Nations stehen. Erstmals seit 2010 verloren die Drachen drei Partien und sind nur Fünfter in der Abschlusstabelle.

Irland - England 13:9

Versuche: Irland 1 (Henderson) England 0

Erhöhungen: Irland 1 (Sexton) England 0

Straftritte: Irland 2 (Sexton) England 3 (Farrell)

Irland bleibt der Schreck aller Teams auf der Jagd nach einem neuen Siegesserien-Rekord. Wie schon Neuseeland im November des vergangenen Jahres schlugen die Iren nun auch England nach 18 Siegen in Folgen. Damit verpasste es der Sieger des diesjährigen Six Nations, alleiniger Rekordhalter zu werden. Neuseeland hat ebenfalls 18 Siege in Folge auf dem Konto.

Doch damit nicht genug, Irland brachte England auch um den zweiten Grand Slam in Folge. Geschichte wiederholt sich also, schließlich war es nicht das erste Mal, dass England den Traum vom Grand Slam in Dublin begraben musste.

Dabei erreichten die Männer von Eddie Jones zu keinem Zeitpunkt Normalform und gingen völlig verdient als Verlierer vom Platz. Bereits zur Halbzeit führten die Iren mit 10:3. Johnny Sexton war dabei mit einem Straftritt sowie einer Erhöhung nach Ian Hendersons Versuch maßgeblich beteiligt.

Sexton war es auch, der den zweiten Straftritt von Owen Farrell ebenfalls per Straftritt konterte und damit schon Mitte des zweiten Durchgangs für die Vorentscheidung sorgte. "Ich übernehme die volle Verantwortung für diese Niederlage. Ich habe das Team nicht gut genug vorbereitet", sagte England-Coach Jones nach dem Match.

Tabelle des Six Nations 2017
SpieleSiegeRemisNiederlagenPunkte
England540119
Irland530214
Frankreich530214
Schottland530214

Wales

520310

Italien

50050

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