DFB-Team: Antonio Rüdiger genervt von Frage nach Startelf-Einsatz von Niclas Füllkrug

Von SPOX
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Mit seinem Jokertor hat Niclas Füllkrug der deutschen Nationalmannschaft das 1:1 gegen Spanien gerettet. Spielt Füllkrug nun gegen Costa Rica von Beginn an? DFB-Teamkollege Antonio Rüdiger war von dieser Frage sichtlich genervt.

"Niclas ist reingekommen und hat seinen Job erledigt. Das hält uns noch am Leben. Er gibt uns etwas nach vorne, was wir so nicht haben", sagte Innenverteidiger Rüdiger nach Spielschluss in der Mixed Zone des Al-Bayt Stadium.

Als ein Reporter nachfragte, ob man diese Worte als klares Plädoyer für einen Startelf-Einsatz von Füllkrug im entscheidenden dritten Gruppenspiel gegen Costa Rica werten könne, reagierte Rüdiger jedoch sichtlich genervt. "Das müssen Sie den Trainer fragen", antwortete Rüdiger und zischte von dannen.

Der Kicker von Real Madrid war jedoch nicht der einzige deutsche Akteur, der lobende Worte für den Bremer Joker übrig hatte: "Dass Fülle den so reinnagelt in den Knick, war emotional überragend für uns. Das gibt Energie", sagte Thomas Müller.

Auch Ilkay Gündogan stellte Füllkrugs Leistung heraus: "Man merkt an seinem Schuss, welche Qualitäten er hat. Besser kann man nicht schießen. Das war ein brutal wichtiges Tor für uns."

Niclas Füllkrug: "Dürfen jetzt nicht durchdrehen"

Bundestrainer Hansi Flick sagte über Füllkrugs Startelf-Chancen gegen Costa Rica: "Das ist alles noch zu früh, direkt nach dem Spiel so eine Aussage zu tätigen. Aber wir sind schon froh, dass er mit seiner Entschlossenheit gezeigt hat, wie man Tore schießt. Er gibt der Mannschaft sehr viel, nicht nur das Tor. Er ist ein sehr guter Junge, mit dem Herz am rechten Fleck. Wir sind sehr froh, dass er dabei ist."

Füllkrug selbst wollte nicht zu viel Aufhebens um sein Tor machen und merkte an: "Das war immer noch ein 1:1, kein Sieg. Aber wir können mit einem guten Gefühl ins dritte Spiel gehen." Der Stürmer weiter: "Wir haben zu Recht das Tor gemacht, das war vom Spielverlauf her verdient. Es ist ein Unentschieden gegen eine sehr gute Mannschaft. Das war wichtig für das Selbstbewusstsein. Wir wollten gewinnen, aber haben jetzt weiter die Möglichkeit, ins Achtelfinale zu kommen. Wir haben zum Teil unsere Hausaufgaben gemacht, dürfen jetzt aber nicht durchdrehen."

Der Werderaner kam in der 70. Minute ins Spiel, nur 13 Minuten benötigte er für seinen fulminanten Schuss in den Winkel zum 1:1. Füllkrug kam insgesamt auf 13 Ballaktionen, gewann drei seiner vier Zweikämpfe, schoss drei Mal aufs Tor und hatte vier Ballaktionen innerhalb des gegnerischen Strafraums.

Auch ZDF-Experte Sandro Wagner, der mit Füllkrug einst für Werder auflief, hatte für seinen ehemaligen Mitspieler nur warme Worte übrig und prognostizierte, dass es nun wohl längere Zeit kein deutsches Länderspiel mehr ohne Füllkrug geben würde. Damit konfrontiert sagte dieser: "Ich kenne ihn ja noch. Ein Stürmer-Kollege, der Ahnung vom Fußball hat."