Paderborn setzt Serie fort - Köln Tabellenführer

SID
Sonntag, 20.08.2017 | 11:39 Uhr
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Philipp Klewin war außer sich vor Wut. Nach der 0:1-Niederlage gegen den SC Paderborn nahm der Torhüter von Rot-Weiß Erfurt kein Blatt vor den Mund und stellte Schiedsrichter Markus Wollenweber (Venn) und dessen Kollegen vor laufenden TV-Kameras an den Pranger.

"Wir reden hier davon, welcher Spieler ist drittligatauglich, aber was die Schiedsrichter hier Woche für Woche abliefern, das ist nochmal eine ganz andere Geschichte. Es sind ja mehrere Fehlentscheidungen, die können sich auch mal summieren, dann kann ein Schiedsrichter auch mal einen Fehler wieder gutmachen, aber so ist das an Lächerlichkeit nicht zu überbieten", sagte der Keeper bei Telekom Sport.

Unterstützung erhielt Klewin von seinem Trainer Stefan Krämer. "Ich glaube, wenn sich der Schiedsrichter heute Abend das Spiel nochmal anschaut, dass er sich schämen wird. Ich glaube, dass der Schiedsrichter heute das Spiel entschieden hat", sagte der Coach. Und auch Krämers Paderborner Kollege Steffen Baumgart gab zu, dass der Referee den Gastgebern einen glasklaren Elfmeter verweigert hatte.

Das konnte die Freude bei den Ostwestfalen aber nicht trüben. Denn durch seinen vierten Dreier in Folge zog Paderborn nach Punkten (13) mit Tabellenführer Fortuna Köln gleich. Die Rheinländer hatten am Vorabend einen 4:0-Kantersieg gegen Zweitliga-Absteiger Karlsruher SC gefeiert.

Lorenz: "Haben komplett versagt"

Während man sich in Köln über den Höhenflug freut, macht sich Baden bereits Ratlosigkeit breit. "Es gibt keine Erklärung. Wir brauchen nichts schönzureden. Wir haben komplett versagt", sagte Mittelfeldspieler Marc Lorenz nach der Partie.

Sportdirektor Oliver Kreuzer war ebenfalls frustriert und setzte Trainer Marc-Patrick Meister unter Druck: "Es fehlt alles, was eine Mannschaft ausmacht, die aufsteigen will. Es war klar, dass sich die neue Mannschaft erst finden muss. Aber der Abstand nach oben darf nicht zu groß werden."

Magdeburg klettert auf Platz drei

Auf Platz drei verbesserten sich die Pokalhelden des 1. FC Magdeburg durch ein 1:0 bei Preußen Münster. Der ehemalige Europapokalsieger, der in der Auftaktrunde des DFB-Pokals Bundesligist FC Augsburg 2:0 besiegt hatte, weist zwölf Punkte auf. Werder Bremen II erreichte im Spitzenspiel des Tages ein 0:0 beim SV Wehen Wiesbaden und setzte sich mit elf Punkten ebenfalls in der Spitzengruppe fest.

Die Hessen haben ihrerseits genauso zehn Punkte auf dem Konto wie der VfR Aalen, der im Schwabenderby bei der SG Sonnenhof Großaspach ebenfalls 0:0 spielte. Pokalschreck VfL Osnabrück, der Bundesliga-Dino Hamburger SV im Pokal mit 3:1 blamiert hatte, spielte ebenfalls 0:0 beim Chemnitzer FC. Zudem feierte Aufsteiger SpVgg Unterhaching mit 2:1 beim Halleschen FC seinen zweiten Saisonsieg.