Pyro im DFB-Pokal: Hertha-Boss Preetz und Polizei üben Kritik

Preetz warnt - Polizei kritisiert Hansa

Von SPOX
Dienstag, 15.08.2017 | 10:11 Uhr
© getty

Das Erstrundenspiel im DFB-Pokal zwischen Hertha BSC und Hansa Rostock stand kurz vor dem Abbruch. Manager Michael Preetz kennt die Hintergründe und bezieht Stellung.

"Es begann mit Pyrotechnik und setzte sich fort mit dem Ausrollen dieser Blockfahne, die offensichtlich unseren Anhängern vor einigen Jahren entwendet wurde, bis hin zum Abbrennen", gab Preetz im Anschluss an die letztlich doch beendete Partie bei Sky zu Protokoll.

Indes kritisierte die Rostocker Polizei die Hansa-Vereinsführung. Es liege "die Vermutung nahe, dass das Banner über vereinseigene Strukturen und mit Wissen von Vereinsoffiziellen ins Stadion gelangen konnte", sagte Michael Ebert, Leiter der Polizeiinspektion Rostock.

Bereits während der Einsatzbesprechung habe Hansa die Behörden darüber informiert, dass sich das gestohlene Banner laut Informationen der Vereinsführung bereits im Stadion befinde und auch zu Beginn der zweiten Halbzeit ausgerollt werden solle.

Preetz fordert Ad-hoc-Veränderungen

Fast eine Viertelstunde lang war das Spiel unterbrochen worden, ehe beide Mannschaft die letzten Minuten doch noch absolvieren konnten. Preetz erklärte weiter: "Das hinterlässt für die neue Saison einen mehr als faden Beigeschmack. Das wird uns alle in den nächsten Tagen und Wochen beschäftigen. Das kann und darf so nicht weitergehen."

Nach dem Verhalten sogenannter Fans sieht Preetz einen "konstruktiven Austausch" aber mehr und mehr gefährdet. Langsam würden sich Kollektivstrafen als einzige Möglichkeit herauskristallisieren, so der Manager.