DFB-Pokal: Stimmen und Reaktionen zur ersten Runde

Bosz: "Richtig zufrieden bin ich nicht"

Von SPOX
Samstag, 12.08.2017 | 19:22 Uhr
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BVB-Coach Peter Bosz ist trotz des 4:0-Siegs seines Teams kritisch. Aubameyang äußert sich nach seinem Dreierpack zur Zukunft, Carlo Ancelotti redet von einem Geist und Nils Petersen macht seinen Vater stolz und wütend zugleich.

1. FC Rielasingen-Arlen - Borussia Dortmund

Jürgen Rittenauer (Trainer 1. FC Rielasingen-Arlen): "Ein Riesenkompliment an meine Mannschaft. Das 0:4 ist ein Wahnsinns-Ergebnis für uns gegen den Titelverteidiger. Die Jungs haben die Vorgabe überragend umgesetzt."

Peter Bosz (Trainer Borussia Dortmund): "Rielasingen hat das sehr gut gemacht. Wir haben versucht, das Tempo hochzuhalten. So richtig zufrieden war ich damit nicht. Trotzdem haben wir 4:0 gewonnen und keine neuen Verletzten. Das ist wichtig."

Maximilian Philipp (Borussia Dortmund): "Es immer schön, wieder hier zu sein. Ich hatte hier eine schöne Zeit. Es ist etwas ungewohnt, mit einem anderen Trikot hier zu sein. Ich bin froh, dass wir ein ordentliches Spiel gemacht haben und eine Runde weiter sind. Es freut mich, dass ich hier anscheinend ein ganz gutes Bild hinterlassen habe und die Leute mich gemocht haben."

Pierre-Emerick Aubameyang (Borussia Dortmund) ...

... zum Spiel: "Wir haben das getan, was wir tun mussten. Es war kein Topspiel, aber ich bin zufrieden."

... zur Frage, ob er in dieser Saison sicher in Dortmund spielen werde: "Diese Frage stellt sich nicht. Die Situation ist momentan schwierig. Wir werden sehen, was passiert."

Leher TS Bremerhaven - 1. FC Köln

Dennis Ley (Trainer Leher TS Bremerhaven): "Ich bin mit dem Resultat zufrieden. Wir haben mit unseren Möglichkeiten einiges erreicht. Bei 40-minütiger Unterzahl nur zwei Gegentore - das kann sich sehen lassen."

Peter Stöger (Trainer 1. FC Köln): "Wir sind die Partie professionell und ohne Überheblichkeit angegangen. Es war wichtig, ruhig geblieben zu sein, als in den ersten 25 Minuten noch keine Tore gefallen waren. Auch wenn der Gegner nur fünftklassig war, war es für uns ein wichtiges Spiel unter Wettbewerbsbedingungen."

Lüneburger SK - FSV Mainz 05

Achim Otte (Trainer Lüneburger SK): "Wir haben aus dem Spiel heraus zunächst wenig zugelassen und hatten gehofft, mit einem Remis in die Pause zu gehen. In der zweiten Hälfte haben wir früher gepresst, es aber verpasst, den ein oder anderen Konter zu setzen. Insgesamt bin ich mit dem Auftritt meiner Mannschaft zufrieden."

Sandro Schwarz (Trainer FSV Mainz 05): "Wir haben es über 92 Minuten sehr gut gemacht, waren aktiv und giftig im Gegenpressing. Mit dem 1:1 sind wir gut umgegangen. Es ist ein ständiger Entwicklungsprozess, und wir sind auf einem guten Stand."

Die Kapitäne der BuLi: Neuer, Höwe ... äh ... Fährmann & Co.

Chemnitzer FC - Bayern München

Horst Steffen (Trainer Chemnitzer FC): "Wir haben am Anfang gut verteidigt, wenig Räume gelassen, hatten wenig Situationen, uns zu befreien, aber das war mir auch bewusst. In der zweiten Halbzeit wurde es dann für uns schwerer, mit jedem Gegentor fiel die Kraft von meinen Jungs ab. Es ist immer weniger Gegenwehr dagewesen, und der Gegner spielt es dann einfach auch klasse. Es war ein großes Spiel für uns, für die Stadt, insofern nehmen wir das gerne mit. Für uns ist das eine Riesenerfahrung."

Carlo Ancelotti (Trainer Bayern München): "Wir haben ein gutes Spiel gemacht, wir hatten einen guten Geist, eine gute Einstellung auf dem Feld. Die erste Halbzeit war schwierig, weil der Gegner sehr gut verteidigt hat, wir haben nicht viele Räume bekommen. Nach dem zweiten Tor hatten wir mehr Platz und mehr Torchancen."

Robert Lewandowski (Bayern München): "Es freut mich sehr, dass wir wieder die erste Runde geschafft haben. In der ersten Runde ist es wichtig, dass du früh ein Tor schießt und versuchst, gut zu spielen. Der Gegner heute hat sehr defensiv gespielt."

Germania Halberstadt - SC Freiburg

Andreas Petersen (Trainer VfB Germania Halberstadt) zum Tor von Sohn Nils: "Sein Tor war der Dosenöffner. Ich war sehr wütend auf meine Mannschaft und im gleichen Moment stolz. Das zeichnet eben einen klasse Torjäger aus. Ich bin ein bisschen stolz, wie er es gemacht hat und verärgert, dass er es gemacht hat."

Nils Petersen (SC Freiburg) zum Sieg gegen seinen Vater: "Es war ein besonderes Spiel für mich, das viel Kraft gekostet hat. Ich habe kein schlechtes Gewissen. Es ist meine Aufgabe, und ich bin professionell. Ich bin glücklich, dass wir gewonnen haben. Natürlich bin ich aber immer enttäuscht, wenn mein Vater verliert. Ich hasse es, wenn Papa verliert. Deshalb ist es ein Wechselbad der Gefühle. Insgesamt können wir aber beide damit leben."

TuS Erndtebrück - Eintracht Frankfurt

Florian Schnorrenberg (Trainer TuS Erndtebrück): "Die große Kulisse hat uns dieses Mal nicht gehemmt, wie noch vor zwei Jahren gegen Darmstadt. Beim Stand von 0:0 und in Überzahl hofft man dann sogar auf ein bisschen mehr. Daher sind wir etwas enttäuscht, auch wenn der Sieg der Eintracht am Ende klar verdient war."

Niko Kovac (Trainer Eintracht Frankfurt): "In den ersten 20 Minuten haben wir uns auf dem nassen, schmierigen Rasen immer wieder selbst in Schwierigkeiten gebracht. Das hat mir nicht gefallen. Nach der Roten Karte habe ich gedacht: 'Wieso jetzt das schon wieder?' Aber die Anzahl der Chancen stimmt mich positiv, auch wenn die Verwertung nicht so war, wie wir uns das vorstellen."