Formel 1: Fahrer, Cockpits, Teams und Verträge im Überblick

Das sind die F1-Fahrerpaarungen 2018

Von SPOX
Freitag, 20.10.2017 | 17:12 Uhr
© getty

Während die Top-Teams Ferrari, Mercedes und Red Bull ihre Fahrerpaarungen für 2018 bereits fixiert haben, gibt es noch das eine oder andere freie Cockpit für die nächste Formel-1-Saison. SPOX verschafft euch einen Überblick zum Fahrermarkt der Königsklasse.

Für die Formel-1-Saison 2018, welche am 25. März mit dem Großen Preis von Australien in Melbourne startet, sind bisher 14 Cockpits fest vergeben. Kein Platz mehr ist bei Mercedes, Ferrari, Red Bull, Force India, Renault, Haas und McLaren. Die restlichen Teams teilen sich die noch zu vergebenen sieben Plätze auf. Fragezeichen gibt es damit aktuell noch bei Williams, Sauber und Toro Rosso. Weiter unten ist die Lage der einzelnen Rennställe genauer erläutert.

Formel-1-Fahrer 2018 - Fahrerfeld und Teams im Überblick:

TeamFahrerFahrer
MercedesLewis HamiltonValtteri Bottas
FerrariSebastian VettelKimi Räikkönen
Red BullMax VerstappenDaniel Ricciardo
Force IndiaSergio PerezEsteban Ocon
Williamsoffenoffen
RenaultNico HülkenbergCarlos Sainz Junior
Toro Rossooffenoffen
HaasRomain GrosjeanKevin Magnussen
McLarenFernando AlonsoStoffel Vandoorne
Sauberoffenoffen

Mercedes AMG Petronas Motorsport

  • Lewis Hamilton: Der Engländer sitzt seit 2013 im Silberpfeil. Seitdem wurde er zwei Mal Weltmeister (2014, 2015), ein Mal Vizeweltmeister (2016) und ein Mal WM-Vierter. Auch in diesem Jahr kämpft Hamilton um den Titel. Sein Vertrag bei Mercedes läuft bis inklusive 2018.
  • Valtteri Bottas: Nach dem überraschenden Rücktritt von Nico Rosberg im Dezember 2016 verpflichtete Mercedes den Finnen als Nachfolger. Mit zwei Siegen und zwei Pole Positions hat Bottas die Stuttgarter in seinem Debütjahr überzeugt und sich so für eine Vertragsverlängerung empfohlen. Damit startet der Mann mit der Nummer 77 auch 2018 im Mercedes.

Scuderia Ferrari

  • Sebastian Vettel: Der Heppenheimer greift seit 2015 ins Lenkrad der Italiener. Nach teils frustrierenden ersten Jahren bei Ferrari steckt Vettel 2017 mitten im Titelkampf. Im August verlängerte er seinen Vertrag bei Ferrari schließlich vorzeitig bis 2020.
  • Kimi Räikkönen: Vettels Teamkollege wird auch im kommenden Jahr Räikkönen sein. Der Iceman kann zwar nicht mehr an die Ergebnisse aus der Vergangenheit anknüpfen, ist für Ferrari aber ein sicherer Punktelieferant, der sich zudem gut mit Vettel versteht und diesen in einem möglichen WM-Kampf unterstützen wird. Räikkönens Vertrag wurde bis zum Ende der Saison 2018 verlängert.

Aston Martin Red Bull Racing

  • Daniel Ricciardo: Eigentlich wollte der Australier 2017 um den Titel fahren. Daraus wurde nichts, nun soll es 2018 klappen - auch dann ist Ricciardo bei Red Bull unter Vertrag.
  • Max Verstappen: Der Youngster hat in dieser Saison das Pech an seinen Reifen kleben. Kein Wunder also, dass Verstappen mit Wechselabsichten in Verbindung gebracht wurde. Doch Pustekuchen: Der Niederländer hat seinen Vertrag bei den Bullen bis 2020 verlängert.

Force India F1 Team

  • Sergio Perez: Der Mexikaner geht nach einigen Scharmützeln mit seinem Teamkollegen in seine fünfte Saison mit Force India, wo er sicher bis Ende 2018 fahren wird. Für die Jahre danach will er sich alle Möglichkeiten offen halten.
  • Esteban Ocon: Der Mercedes-Junior debütierte 2016 in der Königsklasse. Nach einem halben Jahr beim Hinterbänklerteam Manor verpflichtete ihn Force India, wo er nun seine erste komplette Saison fährt. Mit guten Leistungen empfohl er sich für ein weiteres Jahr bei dem Privatrennstall.

Renault Sport Formula One Team

  • Nico Hülkenberg: Der "Rekordhalter" mit den meisten Rennen ohne Podiumsplatz unterschrieb im Oktober 2016 einen Vertrag für "2017 und darüber hinaus", heißt es auf der Homepage von Renault. Damit ist klar: Auch im kommenden Jahr wird der Emmericher für das französische Team an den Start gehen.
  • Carlos Sainz Jr.: Da Toro Rosso den Motoren-Vertrag mit Renault nicht verlängerte, bekommt das Weltmeisterteam von 2005 und 2006 im Gegenzug Carlos Sainz Jr. als neuen Fahrer. Ursprünglich erst für die Saison 2018 geplant, steigt der Spanier bereits zum diesjährigen US-GP in den Franzosen-Flitzer. Jolyon Palmer muss sein Cockpit damit vorzeitig räumen.

Haas F1 Team

  • Romain Grosjean: Der Franzose feierte 2009 sein Debüt in der Formel 1. Zur Saison 2016 ging es für ihn zum neugegründeten US-Rennstall Haas. Hier wird Grosjean auch 2018 um Positionen kämpfen.
  • Kevin Magnussen: Teambesitzer Gene Haas setzt auf Kontinuität und gab auch Kevin Magnussen einen Vertrag für 2018.

McLaren Formula 1 Team

Williams Martini Racing

  • Felipe Massa hatte seine Karriere eigentlich schon beendet, hängte aber letztlich doch noch ein Jahr dran. Der plötzliche Rücktritt von Nico Rosberg machte den Wechsel von Valtteri Bottas zu Mercedes perfekt, und Williams stand auf einmal mit nur einem Piloten da. Massa konnte überredet werden, 2017 mit Lance Stroll das Williams-Fahrerduo zu bilden. Ob der Brasilianer auch 2018 für das Team aus Woking fährt, ist offen. Mit Paul di Resta, Robert Kubica und Jolyon Palmer gibt es gleich mehrere interessierte Kandidaten.
  • Der Kanadier Stroll hatte sich nach Anfangsschwierigkeiten in der Formel 1 gut eingelebt, mit einem Podiumsplatz in Baku für Aufsehen gesorgt. Er hat beste Chancen, einen Platz für 2018 bei Williams zu bekommen, wohl auch aufgrund seines dicken Geldbeutels. Eine Vertragsverlängerung ist nur noch Formsache.

Scuderia Toro Rosso

  • Wildes Stühlerücken gibt es bei Toro Rosso. Das Red-Bull-Farmteam holte Nachwuchsfahrer Pierre Gasly ins Boot und ließ ihn in Malaysia und Japan für Daniil Kvyat fahren. Dass der junge Franzose auch 2018 ins TR-Lenkrad greifen wird, gilt als wahrscheinlich.
  • Weil Sainz zu Renault gewechselt ist und die Alternativen rar sind, wird wohl Kvyat eine weitere Chance bekommen und 2018 im Toro Rosso sitzen. Alternativ könnte Brendon Hartley zum Stammfahrer aufsteigen - beim US-GP 2017 darf er zumindest anstelle von Gasly, der für das Saisonfinale in die Super Formula zurückkehrt, sein Können beweisen.

Sauber F1 Team

  • Während sich Pascal Wehrlein in den Vertragsverhandlungen von Mercedes vertreten lässt, ist es ein offenes Geheimnis, dass Saubers Motorenlieferant Ferrari gerne einen ihrer Entwicklungsfahrer in einem Auto des schweizerischen Rennstalls sehen möchte. Charles Leclerc und Antonio Giovinazzi, die beide schon 2017 ein paar Runden für Sauber drehen durften, haben die besten Aussichten auf einen Platz. Wehrlein wird damit aller Voraussicht nach leer ausgehen.
  • Das zweite Cockpit wird vermutlich an Marcus Ericsson gehen, der dank seines schwedischen Sponsors Geld in die klammen Kassen des Privatteams spült.

Welche Fahrer suchen noch ein Formel-1-Cockpit für 2018?

Neben den Genannten haben folgende Fahrer Außenseiterchancen auf ein Auto in der kommenden Saison:

FahrerGP-StartsNationalität
Jenson Button306Großbritannien
Esteban Gutierrez59Mexiko
Jean-Eric Verne58Frankreich
Nelson Piquet Jr.28Brasilien
Lucas di Grassi18Brasilien
Lucas Auer0Österreich
George Russell0Großbritannien
Oliver Rowland0Großbritannien
Artjom Markelow0Russland
Nikita Masepin0Russland
Nicholas Latifi0Kanada
Gustav Malja0Schweden
Nobuharu Matsushita0Japan

Wann verkünden die Teams ihre Fahrerpaarung in der Formel 1?

Der Zeitpunkt der Bekanntgabe obliegt den Teams. Die meisten Teams schafften bereits während der laufenden Saison Klarheit bezüglich ihrer Cockpitbesetzung. Bis das komplette Fahrerfeld für die Saison 2018 feststeht, kann es aber bis Dezember dauern. Immerhin läuft das sportliche Geschehen in diesem Jahr noch bis zum Großen Preis von Abu Dhabi am 26. November.