Sturm-Graz-Geschäftsführer Günter Kreissl spricht über Dario Maresic

Kreissl gibt Einblick in den Maresic-Poker

Von SPOX Österreich
Mittwoch, 04.10.2017 | 18:00 Uhr
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Sturm-Graz-Geschäftsführer Günter Kreissl adressierte im Rahmen des Podcasts blackfm.at (hier ganz nachzusehen) die Vertragsverhandlungen mit Abwehrchef Dario Maresic. Ein sensibles Thema, spätestens nach dem für die Grazer schmerzhaften Abgang von Romano Schmid Richtung Salzburg.

Kreissls Einblick in die Gespräche:

Ich bin seit Herbst 2016 in Gesprächen mit Dario Maresic. Aber es braucht immer beide Seiten dazu. Derzeit sind die Gespräche intensiviert worden. Erst vor zwei Wochen hatte ich ein längeres Gespräch mit ihm und seiner Familie. Junge Spieler, die interessant sind, stehen unter enormen Einfluss. Nicht nur von Personen, die sie beraten, sondern auch von Interessenten. Das macht jungen Spielern natürlich Eindruck. Ich kann nur versuchen, dem Spieler Wertschätzung und den Weg zu zeigen. Aber final kann ich nicht für ihn unterschreiben. Mein Eindruck ist aber positiv. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit Dario Maresic verlängern können.

Auf die Frage, ob man bereit wäre, Maresic zu verkaufen, sollte es mit der Vertragsverlängerung nicht klappen, antwortete Kreissl:

Wenn du Dario Maresic mit seiner sportlichen Qualität im Kader hast, erreichst du vielleicht mehr, als ohne Dario Maresic. Und dann sollte man auf die 500.000, oder 800.000 Euro, die man für einen Spieler mit fünf Monaten Vertrag vielleicht bekommen kann, verzichten. Keiner wird dir vier oder fünf Millionen Euro bezahlen, für einen Spieler, der nur mehr fünf Monate Vertrag hat. Da verzichtet man vielleicht lieber auf das Geld und hat einen Top-Kader.

Zudem antwortete Kreissl auch Romano Schmid, der unlängst bei laola meinte, er hätte bei Sturm wohl auch nicht mehr in der Kampfmannschaft gespielt (seine Aussagen findet ihr hier):

Ich war von der Romano-Schmid-Situation enttäuscht. Trotzdem habe ich ihn bewundert. Er ist da ganz alleine bei mir gesessen und hat den Standpunkt vertreten, dass es genauso passieren kann und er bei uns wieder unten spielt. Und eine Garantie immer oben zu spielen hätte ich ihm auch gar nicht geben können. Aber es war unwahrscheinlich, weil er auf einem guten Weg war. Das hat ihm auch der Trainer so gesagt. Er war von seinen Denkmustern überzeugt. Wir sind alle überzeugt, dass Romano Schmid seinen Weg machen kann. Umso mehr hat es geschmerzt, ihn zu verlieren.

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